Kulturkreis Glashütten e.V.
Kulturkreis Glashütten e.V.

Wir über uns

Der Kulturkreis Glashütten e.V. besteht seit 1983 und hat derzeit ca. 150 Mitglieder. Wir entwickeln kulturelle Jahresprogramme und möchten damit das Interesse an Kunst und Kultur stärken sowie das vielfältige Angebot der Vereine in unserer Gemeinde ergänzen. So steht es auch in unserer Vereinssatzung: "Der Kulturkreis Glashütten hat es sich zur Aufgabe gemacht, kulturelle Programme zu entwickeln und diese der Allgemeinheit zugänglich zu machen…".

 

Unsere Veranstaltungen bewegen sich in einem breiten Feld von Kunst- und Kulturgeschichte, Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften bis hin zu Theateraufführungen und Diavorträgen über fremde Kulturen und Landschaften. Einen unserer Schwerpunkte bildet die klassische Musik, aber auch zeitgenössische Musik, Jazz oder Chansons kommen nicht zu kurz. Besonders am Herzen liegt uns die Förderung junger Künstler und  Künstlern aus unserer Region. Auch mit der Historie unserer Region haben wir uns beschäftigt und dazu vielfältige Beiträge geleistet, insbesondere auf dem Gebiet der Glasforschung. Die Einrichtung des waldGLASwegs entlang des Limeserlebnispfads (2013) wurde durch den Kulturkreis möglich.

 

Uns liegt viel daran, Jugendliche und Heranwachsende für kulturelle Programme und Veranstaltungen zu begeistern und für ein Engagement in unseren Kulturkreis einzubinden.

 

Übrigens: Wir freuen uns stets über neue Mitglieder ! Schauen Sie auf unsere Unterseite, wenn Sie sich für eine Mitgliedschaft interessieren.

Vorstand

Elvy Mäkitalo, Vorsitzende

Dr. Hansjörg Melcher, 2. Vorsitzender

Catrin Heymann, Schatzmeisterin

Julia Meisel, Schriftführerin

Birgit Höhne. Beisitzerin

Gisela Hornig. Beisitzerin

Christel Reiss. Beisitzerin

Ein zusammenfassender Blick auf die Vereinsgeschichte

Am 13.12.1983 erfolgt auf einen vorausgegangenen einstimmigen Beschluss der Gemeinde­vertretung hin die Gründung des „Kulturkreis Glashütten e.V.“ (Eintragung als e.V. in 1984). Zweck war, „das Bürgerhaus mit kulturellem Leben zu erfüllen“.

Abb. 1 Professor Dr. Helmut Erlinghagen, der erste Vorsitzende nach Gründung des Vereins „Kulturkreis Glashütten e.V.“ (Foto aus Bestand von Ingrid Berg)

Der erste Vorsitzende ist Professor Dr. Helmut Erlinghagen (Abb. 1), der allerdings bereits im Herbst 1987 verstirbt. Für eine Übergangszeit bis zu den Neuwahlen übernehmen Ingrid Berg und Horst Gadesmann die Vereinsleitung. Am 03.03.1988 wird Ingrid Berg zur Vorsitzenden gewählt, die dieses Amt 20 Jahre lang innehat. Ihre Stellvertreter sind in chronologischer Folge Horst Gadesmann, Hildegard Klär und Hans Pohl.

 

Abb. 2 Der neue Konzertflügel bei seiner Einweihung am 22.04.1989 (Foto: Hildegard Klär)

Von 1987 bis 2009 engagiert sich der Hessische Rundfunk beispielhaft für das Musikleben in Glashütten mit jährlich zwei bis drei Konzerten, die z.T. mitgeschnitten und in HR 2 gesendet wurden. Hier ist besonders Hans Koppenburg (1932-2013), dem damaligen Redakteur der  Veranstaltungs- und Sendereihe des HR „Forum der Jungen“ zu danken, der jetzt international bekannte Musiker zu Kulturkreiskonzerten nach Glashütten brachte. Im Bürgerhaus spielten z.B. Daniel Müller-Schott (Cello), die Geigerinnen Baiba Skride, Mirijam Contzen und Alina Pogistkina, Ori Kam (Bratsche), das Kuss-Quartett, um nur einige Namen zu nennen. 1989 kann aus Zuschüssen und Spendenmitteln vieler Glashütter Bürger ein eigener Konzertflügel angeschafft werden (Abb. 2).

 

Am 9.3.1994 diskutieren anlässlich der Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Kulturkreis Glashütten“ im Bürgerhaus die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Linda Reisch, der Bad Homburger Oberbürgermeister Wolfgang Assmann und die Vorsitzende des Vereins, Ingrid Berg, über das Thema „Kultur im Spannungsfeld Stadt-Land“. Unter der Moderation von Ruth Fühner vom Hessischen Rundfunk klangen schon damals viele Probleme an, die später, auch auf anderen Ebenen, noch deutlicher artikuliert werden sollten.

Abb. 3 Der Komponist Richard Rudolf Klein nach einem Konzert zusammen mit der Pianistin Angelika Nebel (Foto: Privatbesitz Ingrid Berg)

Am 21.5.1996 feiert der in Schloßborn lebende Komponist und Frankfurter Hochschulprofessor Richard Rudolf Klein (1921-2011) seinen 75. Geburtstag, den der Kulturkreis Glashütten mit einem Festkonzert ausrichtet. Die Laudatio hält Professor Jürgen Blume von der Universität Mainz. Noch weitere besondere Geburtstage des Komponisten werden durch den Kulturkreis gestaltet, etliche Kompositionen von Richard Rudolf Klein werden im Bürgerhaus Glashütten und in der Schloßborner Pfarrkirche uraufgeführt. Das langjährige Mitglied und Unterstützer des Kulturkreises Richard Rudolf Klein verstirbt am 17.12.2011 (Abb. 3).

Abb. 4 Klaus Dill vor einem seiner Plakate (Aus: Klaus Dill, Filmplakate, Bergisch Gladbach 1997)

Mehrere Male konnte der Kulturkreis sein Oberemser Mitglied, den Graphiker, Maler und Buchillustrator Klaus Dill (1922-2000), durch Ausstellungen ehren. Klaus Dill hat sich einen besonderen Namen durch seine Filmplakate (legendär z.B. „High Noon“ und „Bus Stop“) gemacht, aber auch durch seine Illustrationen von Karl May-Bänden. Im Jahre 1997 erhielt er in Berlin das „Filmband in Gold“ für seine Lebensleistung, Anlass für eine weitere große Ausstellung in Glashütten (Abb. 4).

Seit ca. 1995 setzt sich der Kulturkreis Glashütten, intensiv unterstützt durch Heinz Benkert, Helmut Müller, Horst Nauk, Bernd Jakobus und Werner Loibl (zunächst Leiter des Spessartmuseums Lohr a.M., später Gauting), für die historische und archäologische Erforschung der Glashüttenstandorte in der Taunusregion ein. Dafür konnte der Archäologe Dr. Peter Steppuhn gewonnen werden, den Ingrid Berg 1999 auf einer Tagung der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft in Hadamar kennengelernt hatte. Die erste Grabung „An der Emsbachschlucht“ erbringt im Jahr 2000 ermutigende Ergebnisse. Vom 9.-12. Mai 2002 findet in den Räumen des Collegiums Glashütten (Ober­ems) das „2. Internationale Symposium zur Erforschung mittelalterlicher und neuzeitlicher Glashüttenstandorte Europas“ statt mit ca. 120 Teilnehmern aus aller Welt. Danach folgen weitere drei Grabungen, Publikationen, Fachvorträge, museale Einrichtungen und anderes mehr. Noch immer (2017) ist das Taunusglas begehrtes Forschungsmaterial in der Wissenschaft, derzeit insbesondere an der Universität Jena (Otto-Schott-Institut) im Bereich der Archäometrie. Die internationale Bedeutung der Glasforschung in der Taunusregion ist eng mit dem Namen Kulturkreis Glashütten e.V. verbunden.


Am 15. Juli 2005 wird der Obergermanisch-Raetische Limes im südafrikanischen Durban zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt; 2008 gründet sich die gemeinnützige Limeserlebnispfad gGmbH, in deren Beirat 2009 Ingrid Berg berufen wird.

Abb. 5 Eingangsportal des Limeserlebnispfades am Dornsweg in Glashütten (Foto Rainer Meschkat)

Im Jahre 2008 übernimmt Klaus Nierendorf den Vorsitz des Vereins. Ihm folgt 2014 Frau Gabriele von Lingen, ab 2015 hat Frau Elvy Mäkitalo den Vorsitz inne. Der Verein veranstaltet weiterhin Konzerte mit vorrangig jungen Künstlern aus der Region, organisiert Vorträge, Kunstreisen, Ausstellungsbesuche und bietet andere kulturelle Angebote. 2015 beteiligt er sich aktiv an der Veranstaltung „Glashütten hat was“ zur Feier des Jubiläums „10 Jahre Limes Weltkulturerbe der UNESCO“ (Abb. 5).

Abb. 6 Der Pianist Christopher Park bei einem Konzert im Bürgerhaus Glashütten (Foto Rainer Meschkat)

Besondere Anziehung genießen immer wieder die Konzerte des in Schloßborn aufgewachsenen Pianisten Christopher Park, der inzwischen internationalen Ruhm genießt und Träger bedeutender Preise ist. (Abb. 6).

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